Artikel aus: Donauwörther Zeitung vom 6.10.2006

Werke jenseits des Zeitgeists

Klemz  Ausstellung von Nicola Klemz
bis 23. Oktober in Harburg

Harburg (unf).

Aus Anlass des 30-jährigen Jubiläums der Versicherungsagentur Fischer konnte man die Donauwörther Malerin Nicola Klemz für eine Ausstellung gewinnen. Insgesamt 43 ihrer Werke sind noch bis 23. Oktober in den Räumlichkeiten der Agentur zu besichtigen. Diese Aktion bettet sich somit auch in den derzeit laufenden Harburger Kulturherbst ein. Die musikalische Umrahmung der stimmungsvollen Vernissage gestaltete der Saxophonist Martin Riedelsheimer.

Nicola Klemz wurde 1953 in Freiburg im Breisgau geboren. Nach einem Studium der Kunsterziehung und freien Malerei in Nürnberg beteiligte sie sich zunächst an Gruppenausstellungen in Nürnberg, Ingolstadt und Kempten. Danach folgten erste Einzelausstellungen, von 1980 bis 2003 lehrte sie zudem als Kunsterzieherin am Nördlinger Theodor-Heuss-Gymnasium. Einzelausstellungen von Nicola Klemz waren nicht nur im Landkreis, sondern unter anderem auch in Augsburg, Nürnberg, Würzburg, Ingolstadt, Freiburg und Amberg zu sehen.

Über ihre zahlreichen Ausstellungen in der Region kam der Kontakt zwischen Nicola Klemz und dem Ehepaar Fischer zustande. In der Generali-Agentur (Nördlinger Straße 25) können die Bilder bis 23. Oktober während der Bürozeiten (8 Uhr bis 12.30 Uhr, 14 Uhr bis 18 Uhr) besichtigt werden. Ihre Bilder zeigen laut der Künstlerin sowohl symbolistische wie auch surreale Tendenzen. Die symbolistischen Arbeiten behandeln Probleme der menschlichen Existenz wie Liebe, Sehnsucht und Aggression. Auch ihre Landschaftsbilder lassen sich metaphorisch als Ausdruck seelischer Gesamtheit deuten. Die surrealen Arbeiten entstehen dagegen aus zufälligen Bildstrukturen. Daneben nutzt Nicola Klemz die spielerischen Möglichkeiten der Fotocollage, um Bildideen aus dem Unterbewusstsein zu finden. Die Maltechnik der Künstlerin orientiert sich an der spätmittelalterlichen Schichtmalerei. Kunst gibt Denkanstöße für das eigene Leben und sollte mehr in den menschlichen Alltag gehören, appelliert Nicola Klemz. Ihre Werke richten sich zwar nicht nach dem Zeitgeist, doch durch diese surrealen Arbeiten kann jeder, der dafür offen ist, etwas bekommen. In der Tat erschließen sich dem Betrachter die Bildinhalte zumeist nicht auf den ersten Blick. Man muss sich schon mit dem Werk beschäftigen, um dessen Bedeutung herauszufinden.

Die 43 nun in Harburg ausgestellten Werke stammen aus verschiedenen Zyklen und behandeln die Themenbereiche von Nicola Klemz: Landschaften, Porträts sowie Surrealismus. Für Kunstinteressierte ist der Abstecher in die Burgstadt ein Muss, denn Ausstellungen dieses Niveaus findet man in der Region selten.

Weitere Infos über die Künstlerin finden Sie unter http://klemz.gmxhome.de