SIE - Weibliche Positionen der Kunst

Gabi Bauer, Beatrix Eitel, Helga Hegendörfer, Beate Hiemer, Christine Hubel,
Nicola Klemz, Anna Maria Moll, Marianne Ranftl, Nathalie Schnider-Lang, Ute Sternbacher-Bohe, Britgitte Wilhelm

Anlässlich der Rieser Kulturtage 2012
Alte Schranne Nördlingen 19.4. - 1.5.2012
Rede von Dr. Sabine Heilig zur Ausstellungseröffnung am 19. April 2012

Sehr geehrter Herr Dr. Kavasch, Herr Knoll,
verehrte Künstlerinnen,
meine Damen und Herren,

"Kunst ist das sensible Nervensystem der Gesellschaft, Kunst ist ein offenes System", sagt die erfolgreiche österreichische Künstlerin und Pionierin der Medienkunst VALIE EXPORT (geb. 1940), die vor allem auch als feministische Aktionistin bekannt geworden ist. In dieser Funktion als Seismograf gesellschaftlicher Entwicklungen war und ist Kunst immer auch Spiegel einer Zeit. Heute, sagt EXPORT, sei vom Feminismus in der Kunst nicht mehr viel zu sehen, da er auch nicht mehr so wichtig sei.
Doch diese Freiheit und Offenheit der Gesellschaft gegenüber der Kunst von Frauen ist hart erkämpft worden. Noch vor 100 Jahren war eine weibliche Künstlerexistenz kaum realisierbar. Dies scheiterte schon grundsätzlich an den fehlenden Ausbildungsmöglichkeiten. Konnten Frauen über Jahrhunderte nur in einem privaten, kirchlichen oder höfischen Kontext z.B. in einem Kloster oder in der väterlichen Werkstatt künstlerische Erfahrungen sammeln und beschränkte sich ihr Tun in der Öffentlichkeit fast ausschließlich auf den Bereich des Kunsthandwerks, so waren sie bis Anfang des 20. Jahrhunderts von jeglicher akademischer Ausbildung ausgeschlossen. Es war ihnen z.B. nicht erlaubt, vor dem unbekleideten (männlichen oder weiblichen) Akt zu zeichnen - damals die Grundlage jeder künstlerischen Ausbildung, weshalb sich malende Frauen zumeist mit der Stilllebenmalerei, dem Porträt oder dem Genrebild beschäftigten.
Nach dem Ende des deutschen Kaiserreiches und dem Beginn einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft öffneten sich endlich auch die staatlichen Institutionen für Frauen, jedoch zunächst noch mit starken Vorbehalten:
"Die gleiche Kunstbegabung beider Geschlechter vorausgesetzt, zeigt doch die Erfahrung, dass mit wenigen Ausnahmen die künstlerische Betätigung der Frauen sich beschränkt auf das Bildnis, die Landschaft, das Stillleben und das Kunstgewerbe. Freie Kompositionen und monumentale Aufgaben scheinen der Veranlagung der Frau weniger zu entsprechen. Diese Selbstbeschränkung der überwiegenden Mehrheit aller künstlerisch tätigen Frauen hat ihren Grund sicher nicht im Mangel einer entsprechenden Ausbildungsmöglichkeit, sondern in einem richtigen Gefühl für die Grenzen der eigenen Begabung", so ein Gutachten der Münchner Akademie aus dem Jahr 1918 (wikipedia, Frauen in der Kunst).
Heute sind Frauen in der künstlerischen Ausbildung in Kunst-Leistungskursen, Akademien und Hochschulen oft in der Mehrzahl. Hingegen ist ihre Kunst in Museen, großen Galerien, auf Kunstmessen und in Kunstzeitschriften noch unterrepräsentiert. Dessen ungeachtet haben Frauen im aktuellen Kunstbetrieb erheblich an Terrain gewonnen und das vor allem mit radikalen Konzepten und tabuisierten Themen. Vergangenes Jahr lieferte dazu das Pariser Centre Pompidou eine eindrucksvolle Schau mit über 500 Arbeiten von 200 Künstlerinnen unter dem Titel: elle@centrepompidou - die Größte, die bisher ausschließlich Frauenkunst präsentierte. Parallel dazu wurden die Besucher von der New Yorker Frauengruppe "Guerilla Girls" (seit 1985 aktiv) mit Plakaten attackiert. Darauf war zu lesen: "Weniger als 5 Prozent der Künstler in den Moderne-Abteilungen sind Frauen, aber 85 Prozent der Nackten sind weiblich. Müssen Frauen nackt sein, um ins Museum zu kommen?"
Mit solch bissigen Kommentaren und süffisanten Beobachtungen rückt die Gruppe dem vermeintlichen Erfolg femininer Kunst zu Leibe. So dominieren an den Akademien immer noch männliche Meister und die Top Ten im Kunstranking führt seit vielen Jahren in wechselnder Besetzung das männliche Dreigestirn Richter/Polke/Nauman an (Kunstkompass).
Immerhin haben es drei Künstlerinnen dauerhaft in die erste Riege geschafft: Rosemarie Trockel (geb. 1952, Deutschland), die ihren frühen Ruhm übrigens einer hausfraulichen Beschäftigung, dem Stricken, verdankt und in ihrem Werk mit subversivem Sarkasmus weibliche Rollenklischees auf die Schippe nimmt. Dann die grande dame der Bildhauerei und Kunstkämpferin Louise Bourgois (1908-2010, USA). Sowie die amerikanische Fotografin und Verwandlungskünstlerin Cindy Sherman (geb. 1954). Mit gerade einmal 28 Jahren erhielt die Künstlerin die höchste Weihe des Kunstbetriebs, eine Einladungskarte zur Kasseler documenta und 1982 eine zur Venedig-Biennale. "Ich denke", sagt sie, "Kunst ist extrem wichtig, damit die Leute mit ihrem Leben zurande kommen" ( Kunstkompass - die 20 erfolgreichsten Künstlerinnen).
Fazit ist: eine typisch weibliche oder typisch männliche Sicht auf die Wirklichkeit scheint es so heute nicht mehr zu geben - zumindest sind die aktuellen Kunstwerke weiblicher Produzenten nicht mehr automatisch von denen ihrer männlichen Kollegen zu unterscheiden: es gibt strickende Künstler und kettensägende Künstlerinnen.
Und, Frauen setzen sich nicht nur in der Kunst auf breiter Front durch - sie sind nicht mehr länger die Ausnahme, sondern Teil der Regel! Dennoch sind noch immer Unterschiede zum männlichen Kunstbetrieb festzustellen, so ist nur 1 von 3 Kunstwerken, die von den Bundesländern angekauft werden, von einer Frau geschaffen. Auch wird die Kunst von Männern durchschnittlich um etwa 10% teurer gehandelt (wikipedia, Frauen in der Kunst). Dieses Phänomen, das sich durch alle Sparten der Gesellschaft zieht, belegen auch zahlreiche "Gender Studies", die sich wissenschaftlich mit den sozialen und kulturellen Unterschieden zwischen den Geschlechtern beschäftigen.
Doch wer immer noch glaubt, dass heutige Kunst von Frauen wie in ihren Anfängen bloß feminin, hübsch und dekorativ sei, ist einem Vorurteil erlegen, wie man sehr gut in dieser Ausstellung sehen kann.

"SIE", selbstbewusst in Versalien geschrieben, haben die 11 Künstlerinnen hier in Nördlingen ihre Ausstellung genannt. "SIE - Weibliche Positionen der Kunst". Das großgeschriebene Personalpronomen hat in diesem Kontext eine mehrfache Aussage: SIE, das sind zum einen sie, die Künstlerinnen selbst. SIE, das sind aber auch die Standpunkte, die sie mit ihrer Kunst vertreten. Und, SIE, das Wort steht ebenso stellvertretend für sie, die Frau - das weibliche Geschlecht.
Ich freue mich ganz besonders (und das vor allem als Frau), dass hier am Rande der großen Kunstzentren ein solches Potential weiblicher Kunstpositionen gezeigt werden kann. Mein Dank geht an die Initiatorin der Ausstellung, Ute Sternbacher-Bohe, und natürlich auch an den Verein Rieser Kulturtage, der sie hier in der Schranne mit Unterstützung der Stadt Nördlingen in den kommenden 14 Tagen veranstaltet.
Doch nun zu der Frage: Was bewegt die neuen Frauen in der Kunst? Was sind weibliche Positionen der Kunst?
Künstlerinnen arbeiten oft freier und unabhängiger von modischen Strömungen, heißt es. Und weibliche Kunst sei häufig extremer und radikaler, als diejenige ihrer männlichen Kollegen.
Doch der Blick auf den weiblichen Körper in der Kunst war seit jeher ein männlicher. Aktuell zeigt dies eine Ausstellung in der Münchner Pinakothek der Moderne (noch bis 15. Juli). Ausgestellt sind Gemälde von Pablo Picasso, Max Beckmann und Willem de Kooning. Im Mittelpunkt dabei steht die Auseinandersetzung dieser Maler mit dem Thema "Frau". Dass deren Welt damals fast immer fremdbestimmt war, lässt sich in den Porträts dieser Frauen noch ablesen.
Heute haben Frauen, die künstlerisch tätig sind, ganz dezidiert eigene Bildvorstellungen entworfen. Dieses Schlüsselmoment der Verselbstständigung ist sozusagen auch der rote Faden der Nördlinger Ausstellung. Die Protagonistinnen sind Frauen, Künstlerinnen, Ehefrauen und Mütter, die beachtliche Anstrengungen unternommen haben, ihren künstlerischen Lebensentwurf zu verwirklichen. Damit meine ich nicht nur die bemerkenswerten Ausbildungswege dieser Frauen, sondern auch ihr Durchhaltevermögen (ausliegende Biografien beachten).
"SIE" - hier sind sie, die Frauen, will diese Ausstellung auch sagen. Zu sehen ist eine mit Können und Selbstbewußtsein vorgetragene intellektuelle Kunst, die auch getragen wird vom Teamgedanken und der Gruppenzugehörigkeit (alle teilnehmenden Frauen gehören dem hiesigen Künstlerstammtisch an). In der Gesamtübersicht werden wir feststellen, dass ihr aktuelles Schaffen dem Klischee einer typischen Frauen-Kunst nicht entspricht. Und auch die Frage, ob diese Kunst Merkmale besitzt, die ihren Urheber geschlechtlich definiert, bringt uns nicht weiter.
Bleiben wir also bei dem, was wir sehen!

Zwei Vertreterinnen der Gattung Malerei, Helga Hegendörfer und Nicola Klemz, verpacken ihr Menschenbild in eine symbolische Sprache. Wenngleich völlig unterschiedlich in Stil und Motivik haben beide doch etwas gemeinsam: sie formulieren gegenständlich und narrativ.
Bei Nicola Klemz ist es das breite Spektrum der menschlichen Gefühlswelt, das thematisiert wird. Emotionen wie Melancholie, Trauer, existentielle Verlassenheit, Leere, Ratlosigkeit werden gezeigt, auch im Verhältnis der Geschlechter untereinander.
Helga Hegendörfer malt vorstellbare und dennoch skurrile Situationen. Das Tier hat in ihrem Werk eine große Bedeutung und übernimmt manchmal die Rolle eines Menschen, wie der Frosch, den es vielleicht wachzuküssen gilt. Auch gesellschaftskritische Töne findet sich in beider Werk, umgesetzt in figürliche Metaphern, mal beklemmend, dann wiederum mit der nötigen Portion Humor.
Anna Maria Moll stellt Papierschnitte aus (keine Scherenschnitte), deren Motive den weiblichen Spagat zwischen emanzipatorischer Freiheit und häuslicher Enge widerspiegeln. Ausgehend von der von ihr als unfair empfundenen Berichterstattung über die Frauenfußballweltmeisterschaft im vergangenen Jahr zeigt die Künstlerin junge Sportlerinnen in Aktion umgeben von vergrößerten Rosenmustern aus einem alten Häkelmusterbuch. Ihre Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischen Vorurteilen, die darin zu finden ist, wird durch die klare formale Struktur und das ästhetische Erscheinungsbild der Motive betont.
Im Stil der Pop Art, plakativ und teilweise mit dem Mittel des Blow up, des überdimensionalen Vergrößern einer Form, arbeitet Marianne Ranftl in der traditionell weiblichen Handwerkstechnik des Nähens. Es sind in der Regel Dinge des alltäglichen Lebens, die sie interessieren. Hier ist es übergroßes Popcorn, das in der mehrteiligen Wandarbeit sehr verfremdet wirkt. Daneben wohlgeformte Frauenbeine in unterschiedlichen Schrittstellungen und Bewegungen. Sie formulieren einen Parcours weiblicher Posen, die sich auf das Körperliche beziehen und auf die immer aktuelle Frage nach dem äußeren Erscheinungsbild einer Frau.
Die Frage beschäftigt auch (aber nicht nur) die Bildhauerin Nathalie Schnider-Lang, deren Werkstoff Ton von ihr frei modelliert zu figürlichen Bildwerken geformt wird. Die pastellene Farbigkeit der Skulpturen wirkt dabei ganz und gar feminin ("Ein Mann würde so nicht arbeiten", sagt sie dazu). Sie dient jedoch ihrer Vorstellung, damit der Schwere des Materials etwas entgegen zu setzen und ihren Werkstücken Leichtigkeit zu geben. Die sitzende Frau, die sich prüfend im Spiegel betrachtet, ist ein Prototyp des weiblichen Körperverständnisses: es geht um das immer wieder stattfindende kritische Überprüfen der eigenen Erscheinung.

Die Auseinandersetzung mit dem Material hat natürlich auch in der Kunst von Frauen einen wichtigen Stellenwert und wird teilweise in die Aussage eines Werks miteinbezogen.
Brigitte Wilhelm ist Steinbildhauerin, eine schwere und anspruchsvolle, nicht unbedingt weibliche Tätigkeit. Sie verarbeitet Sandstein und Muschelkalk in traditioneller Technik zu blockhaften geometrischen Formen, die in ihrer formalen Reduzierung an Architektur erinnert. Der in der Bildhauerei vor allem im 20. Jahrhundert geforderten Materialgerechtigkeit entspricht die Künstlerin in den grob geschliffenen, matten Oberflächen des Steins, der damit trotz der Eingriffe seinen eigenen Charakter behält. Bemerkenswert ist die Exaktheit der Form, die sie über Modelle aus schwarzem Gießerwachs genauestens vorbereitet.
Die Schmuckgestalterin Beate Hiemer zeigt in dieser Ausstellung auch freie, objekthafte Arbeiten aus gehäkeltem Silberdraht. Ihr Schaffen wird ebenfalls durch die Möglichkeiten des Materials bestimmt. Bewusst arbeitet sie gegen das massiv wirkende Metall an und zwingt diese bis an die Grenze der Machbarkeit zu Transparenz und Leichtigkeit. So leben ihre filigranen, zarten Drahtkugeln von der grafischen Struktur des Liniengeflechts, den Überschneidungen, Verkettungen und Durchbrüchen.
Die Grafikerin und Illustratorin Christine Hubel hat eine ganz eigene, unverkennbare Handschrift. Hier präsentiert sie aquarellierte Bleistiftzeichnungen, die sie vor Jahren dazu gebracht haben, sich wieder neu als Künstlerin zu entdecken (1992, nach der Babypause). Die dargestellten weiblichen Akte sind dabei mehr als bloße akademische Übungen, sondern zeugen in ihrer nervösen, die Körperform frei umspielenden Linienschrift von einer Auseinandersetzung mit dem ganzen Menschen, seinem Körper und dem Geist gleichermaßen.
Ute Sternbachers siebenteilige Skulpturengruppe aus rot brennendem Ton trägt den Titel "Frauenarbeit", es ist die Arbeit der Frauen in Afrika. Die lebensgroßen weiblichen Torsi tragen auf ihren Köpfen die unterschiedlichsten Dinge, zum Beispiel einen Eimer zum Wasserholen oder Holz zum Feuer machen. Auf vielen Reisen nach Afrika hat die Künstlerin dieses beschwerliche Leben der Frauen selbst kennengelernt. Oft müssen weite Entfernungen für einfache, lebensnotwendige Tätigkeiten zurückgelegt und schwere Lasten getragen werden. Die Frauen tun das mit Gelassenheit und Stolz, genauso wie die erdverbundenen, schlanken Figuren dieser Gruppe.

Erde - ist hier das Thema von Gabi Bauer, die überwiegend mit textilen Techniken bekannt geworden ist. Die Arbeit mit textilem Material erfordere Geduld und körperliche Energie, sagt sie und betont, dass ihr der handwerkliche Prozess immer wichtig sei. An dieser Stelle setzt auch die ausgestellte Konzeptkunst an, die sich mit Aspekten der Zeit, der Vergänglichkeit, mit Fremdbestimmung und dem durchaus feministisch zu verstehenden Ausgeliefertsein beschäftigt. Mehrere Beutel aus Segeltuch, gefüllt mit unterschiedlichen organischen Materialien, wurden eine Zeitlang über den Boden geschleift bis Löcher entstanden, die das Innere wieder preisgaben. Den von krustigen Sedimenten, faserigen Löchern und Schleifspuren geprägten Tüchern stellt die Künstlerin eine fotografische Dokumentation der Aktion sowie die Inhalte der Beutel gegenüber.
Dieser Untersuchungsprozess ist ebenfalls werkimmanent für Beatrix Eitel. Den Ausstellungstitel verknüpft die Künstlerin mit dem Wort "FLEISCH", das uns in Form seiner Buchstabenzwischenräume zwischen dicken, leuchtend rot bemalten geometrischen Holzteilen entgegentritt. Provozierend stehen die Assoziationen von praller Körperlichkeit und Erotik im Raum - haben wir dabei nicht ganz spontan die Vorstellung von Weiblichkeit? Doch Eitel unterläuft konsequent die Erwartungen des Betrachters. Sie interessiert die ganz allgemeine Frage, wie Kunst von Frauen insgesamt wahrgenommen wird. Das Spiel mit der Vorstellung wird dabei in ihren Objekten aus Teebeutelpapier auf die Spitze getrieben. Wie ausgewaidete, mumifizierte Tierkörper hängen sie Trophäen gleich an der Wand, eigentlich Ergebnisse einer Gewalttat und doch so ästhetisch schön.

Um zum Schluss nochmals auf den roten (!) Faden dieser Ausstellung zu kommen: das Schlüsselmoment der Verselbstständigung, die Eigendynamik weiblicher Positionen in der Kunst. Verständigen wir uns darauf, dass Kunst von Frauen, wie diejenige ihrer männlichen Mitstreiter, zuerst einfach nur das ist, was es ist, nämlich Kunst.
Dazu möchte ich die bis dato erfolgreichste deutsche Künstlerin, Rosemarie Trockel, zu Wort kommen lassen: "Kunstwerke sind Focusse der Zeit, die Aufschluss geben über die Beziehung Kunst, Kultur und Staat, und damit verbunden ist auch die Frage nach dem Sinn der Kunst. Aber auch das können sie nur dadurch leisten, dass sie auch Objekte der Begierde sind, also durch ihre Schönheit" (1987 im Gespräch mit J. Koether, aus: Künstler, Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst).

In diesem Sinne "EUCH" Künstlerinnen einen erfolgreichen Ausstellungsverlauf und "IHNEN" viele neue Einsichten mit diesen schönen Objekten der Begierde ... .

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

© Dr. Sabine Heilig, Nördlingen, im April 2012